26.10.2017

CETA: Spürbare Vorteile für die EU

Am 21. September ist das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada (CETA) vorläufig in Kraft getreten. Nach Ansicht der EU-Kommission werden europäische Unternehmen durch das Abkommen jährlich 590 Mio. EUR einsparen, die derzeit als Zölle auf Warenausfuhren nach Kanada fließen. Kanada schafft die Zölle auf 98 Prozent aller zwischen der EU und Kanada gehandelten Waren ab.

Zudem erhalten Unternehmen aus der EU den besten Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada, der Unternehmen aus dem Ausland je gewährt wurde, und das nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Provinzen und Kommunen.

Vom Wegfall doppelter Prüfanforderungen für Waren, langwieriger Zollverfahren und hoher Rechtskosten sollen ganz besonders kleinere Unternehmen profitieren, die sich den mit Exporten nach Kanada verbundenen bürokratischen Aufwand am wenigsten leisten können.

Das Abkommen verbessert ebenfalls die Rechtssicherheit in der Dienstleistungswirtschaft. Es ermöglicht Beschäftigten in Unternehmen mehr Mobilität und gibt einen Rahmen zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen vor.

Endgültig in Kraft treten kann CETA erst nach seiner Ratifizierung durch alle Mitgliedstaaten, die gemäß den jeweiligen nationalen verfassungsrechtlichen Anforderungen erfolgen wird. Bisher ist dies erst in fünf der 28 Länder geschehen: Dänemark, Kroatien, Lettland, Malta und Spanien.

Quelle: Pressemitteilung der EU-Kommission vom 20. September 2017