14.10.2016

Tschechische Republik: Wachstumsmarkt für deutsche Exporteure

Der Warenaustausch zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik entwickelt sich dynamisch. So haben sich die deutschen Exporte in die Tschechische Republik seit dem EU-Beitritt des Landes in 2004 fast verdoppelt. Deutschland hat im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp 37 Mrd. EUR nach Tschechien exportiert, was einen Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahresniveau bedeutet. Tschechien liegt auf Platz 12 der deutschen Handelspartner bei den Exporten und ist als Absatzmarkt für deutsche Unternehmen damit wichtiger als z. B. die Türkei, Russland oder Japan. Unter den Herkunftsländern der Einfuhren Deutschlands belegt Tschechien den achten Platz.

Für Tschechien war Deutschland in 2015 der wichtigste Handelspartner: 29 % des gesamten Warenverkehrs wurden mit dem Nachbarland getätigt. Die Exporte nach Deutschland betrugen rund 46,2 Mrd. EUR und lagen damit um 10 % über dem Vorjahresniveau. Der Grund für das hohe Außenhandelsvolumen ist die Verzahnung der tschechischen und deutschen Wirtschaft. Die zahlreichen Produktionsverlagerungen aus Deutschland und die Anbindung an die Muttergesellschaft bewirken einen ständigen Warenaustausch in beide Richtungen, der sich im Handelsvolumen niederschlägt. Zweitwichtigster Absatzmarkt Tschechiens war die Slowakei mit einem Volumen von 12,8 Mrd. EUR vor Polen mit 8,4 Mrd. EUR

Tschechiens Importe stiegen 2015 um 10 % auf 127,3 Mrd. EUR. Davon entfielen unverändert 26 % auf Lieferungen aus Deutschland. Höhere Zuwächse erzielten die beiden nächstgrößeren Lieferländer China und Polen. Die Importe aus Russland und den Niederlanden gingen hingegen zurück.

Quelle: Nachrichten für den Außenhandel Nr. 95, 19 Mai 2016