14.10.2016

Litauen: Attraktiver Standort für deutsche Investoren

Litauen zählt mit niedrigen Steuern, gut ausgebildeten Fachkräften und geringen bürokratischen Hürden zu den bevorzugten Ländern deutscher Direktinvestitionen, die im Vorjahr 1,3 Mrd. EUR ausmachten und nur von denen aus Schweden und den Niederlanden übertroffen wurden. Derzeit sind rund 1.200 deutsche Unternehmen in Litauen aktiv. Die Mehrheit ist der diesjährigen Konjunkturumfrage der Deutsch-Baltischen Handelskammer (AHK) zufolge mit dem Standort sehr zufrieden. 88 % würden sich wieder für das baltische Land entscheiden, 40 % wollen ihre Geschäfte dort ausbauen.

Die litauische Körperschaftssteuer von 15 % gehört zu den niedrigsten in Europa. In den Sonderwirtschaftszonen gilt eine 6-jährige Steuerbefreiung, danach liegt der Steuersatz dort bei 7,5 %. Bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beträgt die Steuerentlastung 25 % für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ein weiterer Kostenvorteil sind die niedrigen Löhne. Die Personalkosten betragen etwa ein Viertel des EU-Durchschnitts. Die Arbeitskräfte sind gut ausgebildet und liegen bei Mathematik und Naturwissenschaften im aktuellen World Competitiveness Report noch vor den USA auf Rang 20 von 144 untersuchten Ländern .

Litauen zeichnet sich auch durch Unternehmerfreundlichkeit aus. Genehmigungsverfahren für Firmengründungen erfolgen innerhalb weniger Tage, staatliche Barrieren für das Unternehmertum gibt es kaum.

Quelle: Nachrichten für den Außenhandel Nr. 116 vom 20. Juni 2016