08.09.2017

Vereinigte Arabische Emirate: Einschränkungen bei Carnet ATA

Messe- oder Ausstellungswaren, die in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) temporär eingeführt werden, müssen zum Verfahren der vorübergehenden Verwendung angemeldet werden. Das geschieht entweder durch ein Zollpassierscheinheft (Carnet ATA) oder durch das Hinterlegen einer Sicherheit.

Das Carnet ATA ist ein durchgehendes Versandpapier von Deutschland in die VAE und zurück. Für die mitgeführten oder versandten Waren braucht weder eine Einfuhrerklärung ausgefüllt noch müssen Einfuhrabgaben geleistet werden. Eine Bürgschaft des Deutschen Industrie- und Handelwskammertages dient als Sicherheit für die beteiligten Zollbehörden. Das Carnet ATA wird in Deutschland gegen Gebühr von den Industrie- und Handelskammern ausgestellt.

Bei der Ankunft in den Emiraten ist die vorübergehende Verwendung elektronisch unter Angabe der Carnet-Nummer anzumelden. Dabei sind die Einfuhrverbote und Beschränkungen der VAE zu beachten. Ein Carnet ATA kann für die vorübergehende Einfuhr von Messe- und Ausstellungsgütern, Berufsausrüstungs-gegenständen, Warenmustern, Waren zu wissenschaftlichen und kulturellen Zwecken sowie Waren für sportliche Veranstaltungen genutzt werden.

Nicht alle Zollstellen sind in der VAE darauf eingerichtet. Die Verwendungsfrist der eingeführten Waren beträgt 180 Tage und kann auf maximal ein Jahr verlängert werden. Die Waren können in einer oder in mehreren Sendungen wieder ausgeführt werden. Bei der Wiederausfuhr kann die Zollverwaltung die Identität und Vollständigkeit der Ware prüfen. Verbleiben Waren aufgrund von Verkauf, Schaden oder Verlust in den Emiraten, müssen für diese die Einfuhrabgaben und ein Bußgeld bezahlt werden.

Weitere Informationen:
http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Recht-Zoll/Zoll/voruebergehende-verwendung.html

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 135 vom 17. Juli 2017