07.09.2017

Ungarn: Anhaltende Exportstärke

Die Exportwirtschaft ist weiter der Konjunkturmotor Ungarns. In der Vergangenheit hat das Land große Auslandsinvestitionen anziehen können und es bleibt attraktiv für neue Ansiedlungen sowie die Erweiterung bestehender Kapazitäten. Zahlreiche Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit ausländischen Eigentümern produzieren zu großen Teilen für Auslandsmärkte. Dabei ist die Produktion stark abhängig von importierten Vorprodukten. Der führende Industriezweig ist der Automobilbau, dessen Anteil an der Produktion des verarbeitenden Gewerbes 2016 auf 28,7 % gestiegen ist.

Die Warenexporte trugen 2016 81,2 % zum BIP bei. Mit einem Rekordniveau von 93 Mrd. EUR lagen die Warenausfuhren 2016 um 16,4 % höher als 2012. Auch die Importe erzielten mit 83,1 Mrd. EUR einen neuen Rekord und waren damit 13,4 % höher als 2012. Der Handelsbilanzsaldo erhöhte sich auf 9,9 Mrd. EUR gegenüber 8,6 Mrd. EUR im Vorjahr.

Der bilaterale Außenhandel Ungarns ist eng mit der deutschen Wirtschaft verflochten. Im letzten Jahr erzielte er ein Rekordergebnis von 47,6 Mrd. EUR. Mit Platz 14 in der Rangliste wichtigster Zielländer für deutsche Exporte lag Ungarn noch vor Ländern wie der Türkei, Russland oder Japan.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 27 vom 4. Juli 2017