07.09.2017

Ukraine: Deutsche Investoren expandieren

Die Außenhandelsbeziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland wachsen wieder und deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in der Ukraine sehen ihre Entwicklung positiv. Laut einer Umfrage der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK) planen 68 % der Firmen weitere Investitionen in der Ukraine, 78 % sehen erkennbare Voraussetzungen für anhaltendes Wirtschaftswachstum. Fast zwei Drittel der Unternehmen erwarten für dieses Jahr ein deutliches Umsatzplus, 27 % rechnen sogar mit einem Anstieg von mehr als 10 %. Im Vergleich zum Jahr 2015 weiteten 15 % ihre Investitionen vor Ort im Jahr 2016 aus, 42 % investierten genauso viel wie im Jahr zuvor.

Während im Krisenjahr 2014 noch 28 % der Unternehmen Geschäftsbereiche herunterfahren mussten, gab es 2016 keinerlei Desinvestitionen. 95 % der Befragten erwarten auch für 2017 keinen Abzug von Investitionen.

2016 haben 33 % der deutschen Firmen zusätzliches Personal aufgebaut. Für das aktuelle Jahr plant jedes zweite Unternehmen die Einstellung neuer Mitarbeiter. Dementsprechend sind bereits heute eine gesteigerte Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften und eine Erhöhung der Löhne festzustellen. Die Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Personal wird zukünftig zu einem Wettbewerbsfaktor ukrainischer Regionen werden.

Die Struktur des ukrainischen Exports hat sich in den letzten fünf Jahren stark verändert. Die ukrainische Industrie hat sich von der energieintensiven Schwer- zur Leichtindustrie verschoben. Unternehmen in der Ukraine stellen hochqualitative Komponenten für Autos sowie Schuhe oder Bekleidung her. Deutschland ist bereits für einige von ihnen zu einem Absatzmarkt und hervorragenden „Einstiegspunkt“ auf dem EU-Markt geworden mit ausgezeichneten Perspektiven für die Zukunft.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 30 vom 25. Juli 2017