11.09.2017

Klassisches Schuhhandwerk mit digitaler Kompetenz

Eine ungewöhnliche Fusion ist das Berliner Start-up Shoepassion (www.shoepassion.de) im Dezember vergangenen Jahres mit dem schwäbischen Traditionsunternehmen Heinrich Dinkelacker (www.heinrich-dinkelacker.de) eingegangen. Tim Keding gründete Shoepassion 2008 und baute mit traditioneller Bankenfinanzierung das Unternehmen Schritt für Schritt auf. 2016 setzte er mit dem Onlinevertrieb hochwertiger, in eigener Produktion in Spanien hergestellter Schuhe 10 Mio. EUR um.

Deutschlands älteste Schuhmanufaktur Heinrich Dinkelacker ist ein seit Jahrzehnten international bekannter Luxusanbieter. Seit 1879 in Baden-Württemberg ansässig, hat sie den „Budapester Schuh“ in Deutschland bekannt und salonfähig gemacht. Die Gemeinsamkeit mit Shoepassion: Die Schuhe sind rahmengenäht und handgefertigt.

Durch die Fusion möchte Keding vom renommierten Namen Heinrich Dinkelackers profitieren und stellt im Gegenzug das Online-Know-how von Shoepassion zur Verfügung: Klassische Handwerkskunst vereint mit digitaler Kompetenz.

Vor kurzem investierte Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking einen hohen einstelligen Millionenbetrag in das Berliner Start-up. Der Manager ist bereits seit 2004 Gesellschafter der Heinrich Dinkelacker GmbH und nun auch von Shoepassion.

Mit der Finanzspritze soll die internationale Expansion vorangetrieben werden. Die Berliner sind bereits jetzt mit einem eigenen Online-Shop in sieben Ländern aktiv. Seit 2013 gibt es acht Ladengeschäfte in Deutschland sowie Stores in Warschau und Zürich. Im Visier für neue Standorte sind Japan, Singapur, Shanghai, Dubai und New York. Bis 2019 wird ein Umsatz von 25 Mio. EUR angepeilt.

Quelle: Pressemitteilung www.best-practice-business.de vom 3. Januar 2017; Pressemitteilungen WiWo Gründer vom 16.12.2016 und 23.05.2017