07.09.2017

Bosnien-Herzegowina: Aufwärtstrend hält an

Mit einem geschätzten Plus von 2,8 % führt die bosnisch-herzegowinische Wirtschaft auch in diesem Jahr ihren seit 2013 anhaltenden Aufwärtstrend fort. Vor dem Hintergrund der ebenso anhaltenden Belebung im Außenhandel erwartet das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) für die Landesausfuhren in diesem Jahr einen Zuwachs von 4,8 %, für die Importe von 4 %. Der Umsatz im Außenhandel erhöhte sich 2016 im Vorjahresvergleich um 2,9 % auf 13,07 Mrd. EUR. Die Exporte stiegen um 4,8 % auf 4,81 Mrd. EUR, die Einfuhren um 1,8 % auf 8,25 Mrd. EUR. Aufgrund der robusten Nachfrage lokaler Abnehmer erzielten fast alle wichtigen Einfuhrgüter Zuwächse. Dazu gehörten vorwiegend für die Weiterverarbeitung bestimmte Erzeugnisse wie Eisen und Stahl, andere Metallwaren, Garne, Gewebe und fertiggestellte Spinnstofferzeugnisse. Auch beim Export hält der Aufwärtstrend an. Hier zählten Waren der Sparte Möbel und Möbelteile mit einem Lieferanteil von 10,5 %, gefolgt von Schuhen mit 6,9 % zu den stärksten Umsatzbringern. Gepolsterte Sitzmöbel aus Holz sowie Holzmöbel für Ess-, Wohn- und Schlafzimmer wurden besonders stark nachgefragt. Die EU gilt weiterhin als wichtigste Bezugsquelle der Importe wie auch als Hauptzielrichtung der Exporte. Die EU-Mitgliedsstaaten belieferten den bosnisch-herzegowinischen Markt zuletzt mit einem Einfuhranteil von 62 % und nahmen im Gegenzug 71,5 % aller für das Ausland bestimmten Erzeugnisse ab. Mit einem geschätzten Umsatz von 1,78 Mrd. EUR im Warenaustausch blieb Deutschland 2016 Haupthandelspartner des Westbalkanstaates. Der Lieferanteil der Bundesrepublik betrug 12,4 %, während die Ausfuhr bosnisch-herzegowinischer Waren nach Deutschland unverändert 15,7 % der Exporte ausmachte. Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 99 vom 23. Mai 2017