10.07.2017

Neue Regeln gegen Betrug beim Online-Kauf

Verbraucherschutzbehörden sollen künftig schneller und wirkungsvoller EU-weit Verstöße gegen Verbraucherrechte beim Online-Handel ahnden können. Hierauf einigten sich Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten.

Mit den neuen Regeln sollen Verbraucher und Unternehmen verstärkt von den Vorteilen des Binnenmarktes profitieren und gleichzeitig besseren Schutz bei Online-Käufen bekommen. Hierfür werden die nationalen Behörden mit mehr Befugnissen zur besseren Durchsetzung von Verbraucherrechten ausgestattet. Dazu gehört die Überprüfung, ob Verbraucher durch Geoblocking diskriminiert werden oder ob die für den Kundendienst geltenden Bedingungen mit EU-Recht vereinbar sind. Darüber hinaus können sie veranlassen, dass Websites mit betrügerischen Angeboten gelöscht werden, oder Informationen bei Registrierstellen für Domainnamen und Banken zur Ermittlung der Identität von Händlern einholen.

Die neuen Regeln müssen noch formal vom Europäischen Parlament beschlossen werden. Danach haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit für die nationale Umsetzung.

Quelle: News EU-Vertretung in Deutschland vom 22. Juni 2017