10.07.2017

Frühjahrsprognose 2017: Positive Entwicklung

Die wirtschaftliche Erholung in Europa setzt sich im fünften Jahr in Folge fort und hat alle EU-Mitgliedstaaten erreicht. Für 2017 und 2018 erwartet die Europäische Kommission ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Euroraum von 1,7 % bzw. 1,8 %, für die ganze EU 1,9 % für beide Jahre. Für Deutschland wird ein Wachstum von 1,6 % in 2017 und 2018 von 1,9 % prognostiziert. Durch die gleichzeitige Erholung der Konjunktur in zahlreichen Industrie- und Schwellenländern hat die Weltwirtschaft in den letzten Monaten an Dynamik gewonnen. Die aufstrebenden Volkswirtschaften profitieren von den sich erholenden Rohstoffpreisen, so dass die Weltwirtschaft ohne EU in diesem Jahr um 3,7 % und 3,9 % im Jahr 2018 wachsen dürfte.

Die Investitionstätigkeit wird noch gebremst aufgrund geringer Wachstumsaussichten und dem Schuldenabbau in einigen Bereichen, dürfte aber wegen zunehmender Kapitalauslastung, steigender Unternehmenserträge und attraktiver Finanzierungsbedingungen sowie der Investitionsoffensive für Europa zunehmen. Das öffentliche Defizit im Euroraum soll sich von 1,5 % des BIP im Jahr 2016 (EU 1,7 %) auf 1,4 % in 2017 (EU 1,6 %) und 1,3 % (EU 1,5 %) in 2018 verringern. Experten rechnen mit einem Rückgang der Schuldenquote von 91,3 % des BIP im Euroraum in 2016 (EU 85,1 %) auf 90,3 % in 2017 (EU 84,8 %) und 89,0 % im Jahr 2018 (EU 83,6 %).

Bei der Arbeitslosigkeit setzt sich die Besserungstendenz insgesamt fort. Trotzdem bleiben die Arbeitslosenzahlen in vielen Ländern nach wie vor hoch. Im Euroraum wird mit einem Rückgang von 9,4 % im Jahr 2017 auf 8,9 % in 2018 gerechnet. Diese Entwicklung ist auf Strukturreformen in einigen Ländern, insbesondere auf die Schaffung von Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Quelle: EU-Pressemitteilung vom 11. Mai 2017