10.07.2017

Bulgarien: Die EU wird immer wichtiger

Bulgariens Außenhandel profitiert von einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld im In- und Ausland, der zunehmenden EU-Integration und der Einbindung in die entsprechenden Wertschöpfungsketten. Ein günstigeres Investitionsklima und niedrige Arbeitskosten sowie EU-Struktur- und Kohäsionsfonds machen das Land für unternehmerische Aktivitäten interessant. Im Warenaustausch gewinnt die EU an Bedeutung zu Lasten von Drittländern. Im Zeitraum 2010 bis 2015 stiegen die bulgarischen Exporte in die EU um rund 56 %, in Drittländer um 34 %. Die Einfuhren aus der EU legten um 50 % zu, die aus Drittländern um 18 %. Der Anteil der Warenexporte in die EU betrug 2015 knapp 33 % am BIP und soll bis 2018 auf gut 36 % steigen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im selben Zeitraum jährlich um durchschnittlich 1,5 % gewachsen.

Deutschland hat sich ein- und ausfuhrseitig als wichtigster Handelspartner des Balkanstaates etabliert. Durchschnittlich 11,6 % des bulgarischen Außenhandels entfielen in den Jahren 2010 bis 2015 auf Exporte nach und Importe aus Deutschland. Aus Deutschland importiert werden vor allem Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftfahrzeuge sowie Maschinen. Bei den deutschen Einfuhren lag Bulgarien 2015 an 41. Stelle von 225 Ländern, bei den Ausfuhren an 43. Position von 231 Ländern.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 16 vom 18. April 2017