24.06.2016

Weiter zunehmender Handelsprotektionismus

Der seit der letzten Wirtschaftskrise weltweit zu beobachtende Protektionismus hat in den vergangenen 18 Monaten weiter zugenommen. In einem von der Europäischen Kommission vorgelegten Bericht werden 201 neue Maßnahmen in 31 Ländern zur Abschottung nationaler Märkte genannt. Damit ist die Zahl der neuen protektionistischen Maßnahmen seit 2008 auf über 1.050 gestiegen, wohingegen in diesem Zeitraum lediglich 180 Handelsbarrieren abgebaut wurden.

Fast die Hälfte aller in den letzten anderthalb Jahren hinzugekommenen protektionistischen Maßnahmen wurde von China, Russland, Indonesien und Indien ergriffen. Dahinter rangieren Südafrika, Argentinien, Türkei, Ecuador, Algerien, Brasilien, Mexiko, Thailand, die USA, Ägypten, Nigeria und Malaysia.

Zugleich hat die Europäische Kommission auch Maßnahmen zur Verbesserung von Handel oder Investitionen untersucht. In dem Beobachtungszeitraum wurden 70 solcher Maßnahmen identifiziert, von denen 40 % von China, Argentinien und Mexiko initiiert wurden, wie Reduzierung von Verwaltungsaufwand, Erleichterung von Einfuhrverfahren oder Erleichterung von Auslandsinvestitionen.

Quelle: Bericht der Europäischen Kommission über Handels- und Investitions-
           hemmnisse und protektionistische Entwicklungen vom 20. Juni 2016