27.06.2016

Voraussetzung für den Messeerfolg in Japan

Japanische Aussteller investieren viel Geld in Webemaßnahmen wie Print-Medien, Internet, Verkehrsmittelwerbung und nutzen eigene Netzwerke. Ein wichtiges Kriterium für den Erfolg einer Messe ist aus Sicht des Veranstalters und der Aussteller die Besucherzahl. Der Messestand sollte offen und einladend wirken, Mitarbeiter mit Japanisch-Kenntnissen erleichtern den Kontakt und die Kommunikation mit japanischen Besuchern. Die Besucherinteressen sind unterschiedlich: Fachleute suchen eher nach Informationen und Mustern, Endverbraucher dagegen interessieren sich für neue Produkte oder auch typische Erzeugnisse aus der Heimat des Ausstellers.

Bisher gehen überwiegend neue oder weniger erfahrene Mitarbeiter auf Messen, die nur eingeschränkt Geschäftsgespräche führen oder Aufträge erteilen können. Allerdings haben japanische Unternehmen gelernt, schnelle Entscheidungen zu treffen, um auf globalen Märkten gegenüber der Konkurrenz aus asiatischen oder anderen Ländern wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Umgang mit Besuchern ist es ratsam, persönliche oder geschäftliche Fragen zu vermeiden. Ebenso sollte nie auf klare Antworten gedrängt werden. Umgekehrt sollten Fragen der Besucher zufriedenstellend beantwortet werden. Detailliertere Informationen werden gerne nachgereicht. Wichtig ist eine gute Nachbereitung von Messen, was für ausländische Unternehmen ohne Vertretung in Japan mühsam und langwierig sein kann. Ein um einige Tage verlängerter Aufenthalt im Anschluss an die Messe ist daher empfehlenswert, um an die ersten Kontakte anzuknüpfen oder weitere Termine zu vereinbaren. Ausländische Geschäftsbesucher sind bei japanischen Firmen willkommen. Die Gespräche sollten unbedingt mit kompetenten Dolmetschern geführt werden. Je mehr Mitarbeiter daran teilnehmen, desto größer ist das Interesse.

Quelle: Trade Fairs 2/April 2016