24.06.2016

Österreich: Drehscheibe nach Osteuropa

Österreich ist aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Stabilität ein interessanter Standort für Investoren. Die zentrale geografische Lage, gute Infrastruktur sowie das Know-how in der Zusammenarbeit mit den Märkten in Osteuropa bieten geeignete Rahmenbedingungen für Investitionen aus dem Ausland. Das Land hat sich mit Wettbewerbsvorteilen, Steuervergünstigungen, flexiblen Arbeitsmarktstrukturen, Forschungsförderung und hoher Produktivität als wichtiger Markt für Auslandsinvestitionen etabliert.

Die Zahl der neu in Österreich angesiedelten internationalen Unternehmen stieg im vergangenen Jahr deutlich auf 297 (+ 8 %). Die Investitionssumme ist um
34 % auf 496 Mio. EUR angewachsen, es wurden über 2.600 Arbeitsplätze geschaffen. Deutschland war mit 103 Projekten wieder stärkster Investor, gefolgt von Italien mit 42 Vorhaben, aus mittelost- und südosteuropäischen Ländern wurden 77 Neuansiedlungen registriert.

Im aktuellen Global Competitiveness Report des World Economic Forum liegt Österreich im Länderrating auf Platz 23 und rangiert etwa gleichauf mit Frankreich, Australien und Irland. Im Vergleich zu Deutschland schneidet das Land in den Bereichen Infrastruktur, Makroökonomie, Finanz- und Arbeitsmarkt sowie Marktgröße zwar schlechter ab, liegt aber bei Innovationsfähigkeit aufgrund des guten Bildungs- und Ausbildungssystems vorn. Geschätzt werden das Angebot an qualifizierten Fachkräften, die Stabilität und Rechtsicherheit sowie die Nähe zu Osteuropa, die Versorgungssicherheit bei Energie und die hohe Lebensqualität.

Quelle: Nachrichten für den Außenhandel Nr. 67 vom 7. April 2016