27.06.2016

Frankreich: Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner

Frankreichs Außenhandel ist 2015 gewachsen: Die Importe stiegen, trotz stark gefallener Preise bei Rohstoffen und Energieträgern, aufgrund der höheren Nachfrage privater Haushalte und Unternehmen nach Fertigwaren um 1,2 %. Die Zunahme bei Konsumgütern wie Textilien und Bekleidung war mit 7,7 % sowie bei Informations- und Telekommunikationsgeräten mit 9,0 % besonders hoch. Deutschland bleibt mit einem Anteil von 17 % der wichtigste Lieferant Frankreichs, gefolgt von China. Russland hat als Handelspartner wegen der gesunkenen Öl- und Gaspreise und des Embargos stark verloren.

Die französischen Exporte nahmen 2015 um 4,3 % zu und profitierten von der stärkeren Nachfrage aus europäischen Ländern und der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit außerhalb des Euroraums. Die größte Dynamik bei der Ausfuhr zeigten die Kfz- und Flugzeugindustrie sowie der Bereich Luxuswaren mit Parfum, Kosmetik, Lederwaren und alkoholischen Getränken sowie Landwirtschaft. So haben sich bspw. die Getreideexporte nach China vervierfacht.

Frankreichs Exporte gingen 2015 zu 58 % in andere EU-Länder. Deutschland ist mit einem Anteil von 15,7 % das wichtigste Abnehmerland Frankreichs, gefolgt von den USA, Spanien, Italien, dem Vereinigten Königreich und Belgien (jeweils rd. 7 % Anteil). Nach China gehen 4 % der Exporte und in die Niederlande 3,8 %. Deutliche Anstiege wurden bei den Ausfuhren in die USA (+ 19,5 %) sowie in den Nahen und Mittleren Osten (12,7 %) verzeichnet.

Quelle: Contact März/April 2016