25.04.2017

Sächsische Außenwirtschaftswoche

Die 5. Sächsische Außenwirtschaftswoche, die Anfang April für fünf Tage auf Einladung des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veranstaltet wurde, stand unter dem Motto "Sachsen! Weltweit dabei". Mit Veranstaltungen zu strategischen und praktischen Fragen des Auslandsgeschäfts wurden nicht nur bereits im Export tätige Unternehmen, sondern auch Neueinsteiger angesprochen und über Themen wie Auftragsabwicklung, Exportmärkte, Recht, Sicherheit und Steuern informiert.

Das internationale Geschäft ist für Sachsen von großer Bedeutung. Sächsische Unternehmen haben im letzten Jahr Waren im Wert von 37 Mrd. EUR weltweit geliefert. Von 2001 bis 2015 sind die Ausfuhren um rund 15 Milliarden Euro gestiegen. Damit verdoppelte sich der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt auf 34 Prozent. Besonderen Stellenwert hat der Kraftfahrzeugbau mit fast 50 %, gefolgt vom Maschinenbau und elektrotechnischen Erzeugnissen. Die wichtigsten Handelspartner sind China mit einem Anteil von 15 %, USA (10 %) und Großbritannien (6 %).

Die schwächere Nachfrage aus Schwellenländern sowie Exportrückgänge nach Russland aufgrund der Sanktionen haben sich 2016 negativ auf das Auslandsgeschäft ausgewirkt. Das Wirtschaftsministerium hatte deshalb im vergangenen Jahr eine Internationalisierungsoffensive gestartet. Mit Hilfe sogenannter Export-Scouts bei den Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern sollen noch nicht im Ausland aktive Unternehmen identifiziert und beraten werden.

Quelle: Freie Presse Dresden, 5. April 2017