25.04.2017

Geschäftsklima in Russland verbessert

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) haben zum 14. Mal ihre jährliche Umfrage durchgeführt zum Geschäftsklima unter deutschen Unternehmen, die in Russland tätig sind.

Nach zwei Rezessionsjahren in Folge hat sich das unternehmerische Umfeld in Russland aufgrund der konjunkturellen Belebung verbessert. Die positive Entwicklung des Geschäftsklimas zeichnete sich bereits im Jahresverlauf 2016 ab und setzt sich 2017 für 68 % der befragten Unternehmen fort: Ein Drittel der deutschen Firmen bezeichnet die eigene Geschäftslage als gut oder sehr gut, 46 % empfinden sie als befriedigend; 63 % der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen.

Die verbesserten wirtschaftlichen Aussichten wirken sich positiv auf die Einstellungsbereitschaft und Investitionspläne der Unternehmen aus. Ein Drittel der Befragten will in den nächsten 12 Monaten in Russland investieren, 40 % planen Mitarbeiter einzustellen. Für drei Viertel der Unternehmen bleibt die EU wichtigster Wirtschaftspartner, zwei Drittel befürworten einen Dialog zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion zur Optimierung des gegenseitigen Handels. Mit einer Verbesserung der amerikanisch-russischen Beziehungen rechnet weniger als die Hälfte der Befragten. In der Umfrage spricht sich eine Mehrheit von 91 % der Firmen für eine sofortige oder schrittweise Aufhebung der Wirtschaftssanktionen aus, rechnet aber 2017 nicht mit deren Lockerung.

Die Inflations- und Wechselkursentwicklung sowie die immer noch schwache Konjunktur werden als hemmend für die Geschäftstätigkeit in Russland beurteilt. Hinzu kommen protektionistische Maßnahmen, insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen, beim Import und bei Genehmigungsverfahren. Als wichtigste Vorteile des russischen Marktes werden sein Potenzial, die Umsatz- und Gewinnchancen sowie der Modernisierungsbedarf des Landes bewertet.

Quelle: Pressemitteilung Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, 24. Februar 2017