25.04.2017

Frankreich: Berufsidentifikationskarte erforderlich

Deutsche Unternehmen des Baugewerbes müssen per Dekret vom Februar 2016 für Mitarbeiter, die vorübergehend Dienstleistungen in Frankreich ausführen, seit dem 22. März 2017 eine Berufsidentifikationskarte beantragen. Die Anmeldung erfolgt bei der Arbeitsinspektion (inspection du travail) vor Beginn der Arbeiten unter Vorlage der Entsendeerklärung und Benennung eines Repräsentanten. Dieser stellt die Verbindung her zwischen der Arbeitsinspektion, dem Service der Polizei sowie den Zoll- und Steuerbehörden und verwahrt die Dokumente zur Vorlage bei der Arbeitsinspektion. Die Berufsidentifikationskarte enthält Informationen über den Arbeitgeber und –nehmer und kostet 10,80 EUR pro Arbeitnehmer. Kommt ein Unternehmen der Anmeldeverpflichtung nicht nach, werden Bußgelder pro Pflichtverletzung und Arbeitnehmer bis zu 500.000 EUR verhängt.

Nähere Auskünfte erteilen die deutschen Handwerkskammern sowie die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK) in Paris (T: +33 1 40583535, E-Mail: ahk(at)francoallemand.com).

Quelle: Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer, 
           Pressemitteilung vom 28. März 2017