23.02.2017

Tschechische Republik: EU-Gelder für die Denkmalpflege

Die Tschechische Republik hat mit rund 40.000 Denkmälern eine hohe Dichte an schützenswerten Objekten. Zwölf historische Ensembles zählen zum UNESCO- Weltkulturerbe. Laut Nationaler Denkmalbehörde sind fast 780 Bauwerke akut baufällig und vom Verfall bedroht. Für Erhalt und Sanierung dieser Kulturgüter stellt die EU knapp 70 Mio. EUR aus dem Regionalfonds EFRE bereit. Weitere Förderprogramme für die Denkmalsanierung legt das tschechische Kulturministerium auf. Es unterstützt damit u. a. den Erhalt historischer Altstädte. Eine Liste der Förderprogramme sind auf den Internetseiten des Ministeriums veröffentlicht (www.mkcr.cz/dotacni-programy-237.html). 

Förderfähig sind Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. CZK (ca. 195.000 EUR) bis maximal 123,3 Mio. CZK (ca. 4,5 Mio. EUR). Die Höchstgrenze für Objekte, die zum Weltkulturerbe gehören, liegt bei 246,6 Mio. CZK (ca. 9 Mio. EUR). Die Fördergelder gibt es für die Sanierung der Gebäude und des Mobiliars, die Renovierung bestehender Ausstellungen und Depots, die Digitalisierung des Bestands sowie Gartenarbeiten im Umfeld der Gebäude. Neben zahlreichen kleinen Denkmalsanierungen stehen auch mehrere größere Vorhaben an wie z. B. die Modernisierung der Prager Staatsoper für etwa 1 Mrd. CZK (ca. 37 Mio. EUR) bis 2018 und der 2011 begonnene Umbau des Nationalmuseums am Wenzelsplatz für 1,6 Mrd. CZK (59 Mio. EUR).  

Für deutsche Handwerksbetriebe bieten sich gute Möglichkeiten, bei der Sanierung der historischen Gebäude ins Geschäft zu kommen.

Nähere Auskünfte:
Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (AHK)
CZ-110 00 Praha 1
Tel.: +420 224 221 200
E-Mail: info(at)dtihk.cz
http://tschechien.ahk.de

Quelle: Nachrichten für den Außenhandel Nr. 229 vom 25. November 201