23.02.2017

Slowakische Republik: Zentraler Standort für Unternehmen

Die Slowakei bietet sich aufgrund ihrer zentralen Lage zwischen den Märkten Ost- und Westeuropas und geringer Beschränkungen für den Außenhandel als Produktionsstandort für Unternehmen an. Weitere Pluspunkte sind der Euro, die EU-Mitgliedschaft, Produktivität und Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer sowie die Verfügbarkeit und Qualität lokaler Zulieferer und günstige Arbeitskosten. Investoren schätzen zudem die politische Stabilität und das große Angebot erschlossener Gewerbeflächen.

Viele Unternehmen entscheiden sich aufgrund staatlicher Fördermittel für ein Engagement in dem Land. In strukturschwachen Regionen übernimmt der Staat bei Investitionen in Produktionsbetriebe, Technologiezentren oder Shared Service Center bis zu 35 % der Kosten in Form von Steuererleichterungen, direkten Subventionen oder Lohnzuschüssen. Der Bestand ausländischer Direktinvestitionen lag Ende 2015 bei rund 40 Mrd. EUR.

Laut einer Umfrage der Deutsch-Slowakischen Industrie- und Handelskammer (AHK) bemängeln 69 % der Befragten jedoch die Fachkräfteknappheit sowie mangelnde Rechtssicherheit und steigende Arbeitskosten. Negativ beurteilt werden die unzureichende Bekämpfung der Korruption, fehlende Transparenz öffentlicher Beschaffungen, der Zugang zu Fördermitteln sowie die Bürokratie und das Steuersystem. Bemängelt werden auch die hohen Energiekosten und die fehlende Autobahnverbindung zwischen den beiden größten Städten Bratislava und Kosice.

In den vergangenen zwei Jahren rückte die die Slowakei beim Global Competitiveness Index des World Economic Forum um zehn Plätze nach vorn und liegt jetzt auf Rang 65 von 138 Staaten. Mit nur 5,4 Mio. Einwohnern, deren Kaufkraft unter dem EU-Durchschnitt liegt, ist die Marktgröße der Slowakei überschaubar.

Weitere Informationen:
Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer (AHK)
Suché mýto 1
SK-811 03 Bratislava
Tel.: +421 2 2085 0620
E-Mail: info(at)dsihk.sk
http://www.dsihk.sk

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 4 vom 24. Januar 2017