23.02.2017

Russland: Sanktionen mit volkswirtschaftlichen Auswirkungen

Die EU hat im Dezember 2016 ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Mitte 2017 verlängert. Davon werden die europäisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen auch in diesem Jahr negativ beeinflusst. Wie das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) berechnet hat, ist die Wirtschaftsleistung der EU 2015 aufgrund des Rückgangs des Handels mit Russland um insgesamt 17,6 Mrd. EUR eingebrochen, allein in Deutschland um gut sechs Mrd. EUR. Dadurch gingen in der EU27 400.000 Arbeitsplätze verloren, davon 97.000 in Deutschland.

Jedoch sind nur 44 % der gesunkenen Wirtschaftsleistung direkt auf die Sanktionen zurückzuführen. Der Absturz des Rubels sowie der Ölpreisverfall sind weitere Gründe für den Rückgang der russisch-europäischen Wirtschaftsbeziehungen. Russlands Handelsvolumen mit der EU ist 2015 auf 210 Mrd. EUR geschrumpft. Mit einem Anteil von 6 % ist Russland damit nur noch der viertgrößte Handelspartner der EU hinter China, den USA und der Schweiz. 

Quelle: Ostexperte, Nachrichten vom 5. Januar 2017