23.02.2017

Kroatien: Vielzahl reglementierter Berufe

Die kroatische Wirtschaft setzt ihre Erholung von der langjährigen Krise fort. Das Wachstum wird durch EU-Mittel in Höhe von insgesamt 8,6 Mrd. EUR bis 2020 weiter an Dynamik gewinnen. Daraus ergeben sich auch für deutsche Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten.

Grundsätzlich ist vor der Durchführung von Aufträgen in Kroatien zu prüfen, ob die angebotene Dienstleistung zu den reglementierten oder nicht reglementierten Berufen gehört. Es gibt eine Vielzahl reglementierter Berufe, deren Genehmigung verschiedenen Behörden unterliegt. Dazu zählen Restaurateure, Elektriker, Steinmetze und Fotografen. Die für diese Berufe erforderlichen Genehmigungen oder Registrierungen liegen in der Zuständigkeit des Kulturministeriums (Restaurateure) sowie des Ministeriums für Unternehmertum und Handwerk.

Bei den nicht reglementierten Berufen ist unter Umständen eine vorangehende Anzeigepflicht über die beabsichtigte Dienstleistung bei einer Behörde erforderlich. Ob eine Anzeigepflicht besteht oder nicht, kann über den "Einheitlichen Ansprechpartner" unter www.psc.hgk.hr erfragt werden. Eine gesonderte Anerkennung der deutschen Berufsqualifikation ist für die grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung nicht erforderlich.

Bürger der EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegens, Islands, Liechtensteins und der Schweiz brauchen für die Einreise nach Kroatien lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Das Land gehört nicht zum Schengen-Raum, weshalb sich Einreisende aus EU- und EFTA-Staaten Grenzkontrollen unterziehen müssen.

Weitere Auskünfte:
Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer (AHK)
Strojarska cesta 22/11
10000 Zagreb, Kroatien
Tel.: +385 (0)1 6311 600
E-mail: info@ahk.hr
http://kroatien.ahk.de/

Quelle: Nachrichten für den Außenhandel Nr. 186 vom 26. September 2016