23.02.2017

Korruptions-Wahrnehmungsindex 2016

Der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) wird seit 1995 von Transparency International erhoben. Der Index misst die in Wirtschaft, Politik und Verwaltung wahrgenommene Korruption auf der Grundlage verschiedener Informationen von unterschiedlichen Behörden und Instituten. Im letzten Jahr wurden 176 Länder untersucht.

Auf einer Skala von 0 bis 100 (für keine wahrgenommene Korruption) erreicht Deutschland wie im Vorjahr 81 Punkte und rangiert damit gemeinsam mit Luxemburg und Großbritannien auf dem zehnten Platz. Innerhalb der EU liegen die drei Länder auf dem fünften Platz. Weltweit belegen Dänemark und Neuseeland (90 Punkte) sowie Finnland (89) die vorderen Plätze. Länder mit einer hohen Punktzahl haben starke Institutionen in den Bereichen Regierungsführung, Pressefreiheit, Bürgerrechte und Justiz.

Korruption ist in zwei Drittel der untersuchten Länder noch weit verbreitet. Am schlechtesten schneiden zentralafrikanische Länder ab. Gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich die Lage insbesondere in Bahrain (Punktedifferenz 2015/2016: -8/Platz 70), Kuwait (-8/75), Saudi-Arabien (-6/62) und Zypern (-6/47). Besser wurden u. a. Georgien (+5/44), Argentinien (+4/95) sowie Ghana (+3/79) bewertet. 

Der Transparency-Index 2016 kann heruntergeladen werden unter:
http://www.transparency.org/news/feature/corruption_perceptions_index_2016

Quelle: Transparency International Deutschland e.V., 25. Januar 2017