23.02.2017

Europäischer Sozialfonds fördert Beschäftigung in Europa

Der 1957 geschaffene Europäische Sozialfonds (ESF) verbessert die Beschäftigungschancen von Menschen in Deutschland und Europa. Er fördert eine bessere Bildung durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen am Arbeitsmarkt bei. Von den Maßnahmen profitieren Arbeitslose, junge Leute beim Übergang in Ausbildung und Beruf, Arbeitnehmer sowie Existenzgründer. Die Europäische Kommission zieht eine positive Bilanz für die Förderperiode 2007-2013.

Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds haben in diesem Zeitraum mindestens 9,4 Mio. Menschen in Europa Arbeit gefunden, fast 610.000 davon in Deutschland. Europaweit konnten 8,7 Mio. Menschen an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen, in Deutschland waren es mehr als 600.000. Das Budget des ESF belief sich zwischen 2007 und 2013 auf 115,6 Mrd. EUR, davon hat Deutschland 15,8 Mio. EUR erhalten und u a. für die Förderung von Arbeitskräften und Arbeitssuchenden (6,3 Mio. EUR), soziale Inklusion (4,5 Mio. EUR) sowie in den Zugang zur Beschäftigung (4,1 Mio. EUR) investiert. Unterstützt werden praxisnahe und arbeitsmarktbezogene Projekte auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. 

Im Programmplanungszeitraum 2007-2013 wurde der ESF in allen 28 EU-Mitgliedstaaten von insgesamt 117 operationellen Programmen mit unterschiedlicher Zielsetzung in Anspruch genommen. Die Teilnehmer an ESF-Maßnahmen waren gleichmäßig verteilt auf Nichterwerbstätige (EU28: 36 %, Deutschland: 40 %), Erwerbstätige (EU28: 33 %, Deutschland: 36 %) und Arbeitslose (EU28: 30 %, Deutschland: 24 %). In Deutschland profitierten besonders junge Menschen bis 24 Jahren von ESF-Projekten, über 400.000 Unternehmer erhielten ein Start-up-Coaching.

Quelle: News Europäische Kommission vom 5. Januar 2017