09.11.2017

EU-Kommission legt Paket für saubere Mobilität vor

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihr zweites Paket im Rahmen der Initiative "Europa in Bewegung" vorgelegt. Während es im ersten sogenannten Roadpackage um straßenverkehrs- und gütertransportrechliche Vorschriften sowie die Bemautung ging, konzentriert sich der neue Vorschlag auf die angestrebte CO2-Reduktion.

Die Kommission schlägt neue Zielvorgaben für die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Pkw und Lkw in der EU vor, verzichtet aber auf Quoten für Elektroautos. Danach müssen 2030 die durchschnittlichen CO2-Emissionen sowohl bei neuen Pkw als auch bei neuen Lieferwagen um 30 % niedriger sein als 2021.

Die CO2-Emissionen sind in den letzten 25 Jahren stetig gestiegen, insgesamt rund ein Viertel entfällt auf den Straßenverkehr. Um den CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 40 % zu senken, hat die Kommission weitreichende Vorschläge wie ein Anreizsystem für die Autohersteller gemacht. Wenn die Konzerne ihren Anteil an Modellen mit wenigen oder gar keinen Abgasen rasch steigern, sollen sie beim Erreichen der CO2-Ziele Bonuspunkte bekommen. Voraussetzung: Bis 2030 müssen mehr als 30 Prozent ihrer verkauften Flotte emissionsarm sein.

Die Vorschläge werden nun im Rat und im Europäischen Parlament diskutiert. Die Kommission will den dritten und letzten Teil des Maßnahmenpakets "Europa in Bewegung" im ersten Halbjahr 2018 vorlegen. Dort soll der Fokus auf dem autonomen Fahren liegen.

Alle Initiativen und Hintergrunddokumente zum zweiten Roadpackage finden Sie auf Englisch hier:

https://ec.europa.eu/transport/modes/road/news/2017-11-08-driving-clean-mobility_en