26.10.2017

Beschäftigungsrat beschließt Verhandlungsmandat zur Entsenderichtlinie

Die europäischen Arbeits- und Sozialminister haben sich in Luxemburg auf eine sogenannte allgemeine Ausrichtung zur Überarbeitung der Entsenderichtlinie geeinigt. Sie ist Voraussetzung für den Beginn informeller Trilogverhandlungen zwischen Rat, EU-Kommission und Europaparlament. Letzte Woche hatte bereits der Beschäftigungsausschuss des Europaparlaments (EMPL) für die Aufnahme von Trilogverhandlungen gestimmt.

Mit einem Verhandlungsbeginn wird für die zweite Novemberhälfte gerechnet. Der Rat hat sich auf folgende Einzelheiten geeinigt: Die Entlohnung der entsandten Arbeitnehmer richtet sich nach dem Recht und den Gepflogenheiten des Gastlandes, die maximale Entsendedauer beträgt 12 Monate (kann aber auf 18 Monate verlängert werden), die Tarifverträge gelten für alle entsandten Arbeitnehmer in allen Sektoren und Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen werden so behandelt wie Arbeitnehmer vor Ort. Für den Transportsektor gelten Sonderregeln.