14.04.2016

Vorschlag für länderspezifische Offenlegung von Steuerinformationen

Die EU-Kommission hat am 12. April einen Gesetzesvorschlag zur Änderung der Rechnungslegungs-Richtlinie vorgelegt. Durch diese Änderung sollen multinationale Unternehmen mit einem Umsatz von über 750 Mio. Euro zur länderspezifischen Offenlegung von Steuerinformationen (Country-by-Country-Reporting) verpflichtet werden.

Aufgeschlüsselt nach Mitgliedstaaten sollen die betroffenen Unternehmen jährlich einen Bericht veröffentlichen, in dem sie die erwirtschafteten Gewinne, die noch zu zahlenden und die gezahlten Steuern je Mitgliedstaat offen legen. Diese Angaben sollen fünf Jahre lang verfügbar bleiben.

Die neuen Regeln sollen auch für in Europa tätige nichteuropäische Unternehmen gelten. Den außerhalb der EU gezahlten Gesamtsteuerbetrag müssten die Unternehmen in aggregierter Form veröffentlichen. Laut Kommission würden die neuen Anforderungen für Tausende großer Unternehmen mit Geschäftstätigkeit in Europa gelten, kleine und mittlere Unternehmen hingegen sollen nicht betroffen sein.

Dieser Richtlinienvorschlag wird nun dem Europaparlament und dem Ministerrat vorgelegt. Nach ihrer Verabschiedung muss die neue Richtlinie von allen Mitgliedstaaten innerhalb eines Jahres in innerstaatliches Recht umgesetzt werden.

Den Gesetzesvorschlag finden Sie auf Deutsch unter diesem Link:

http://ec.europa.eu/finance/company-reporting/docs/country-by-country-reporting/160412-proposal_de.pdf

Weiterführende Informationen gibt es hier:

http://ec.europa.eu/finance/company-reporting/country-by-country-reporting/index_en.htm#cbcr-tax