09.09.2016

Geplanter Wegfall der Roaminggebühren: EU-Kommission zieht Vorschlag zurück

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat heute entschieden, den am 5. September vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission zum Wegfall der Roaminggebühren bis Juni 2017 zurückzuziehen.

Grund ist offenbar eine umstrittene Regelung, wonach der Wegfall der Roaminggebühren auf maximal 90 Tage im Jahr befristet werden sollte. Für alle darüber hinausgehenden Tage wären weiterhin Roaminggebühren angefallen. Dies hätte zum Beispiel für einen längeren Zeitraum ins Ausland entsandte Arbeitnehmer betroffen.

Angesichts der seit Montag eingegangenen Rückmeldungen - auch der ZDH hatte die geplante 90-Tage-Regelung kritisiert - wies Juncker seine mit der Ausarbeitung beauftragten Dienste an, in Kürze einen neuen Vorschlag vorzulegen.