12.05.2016

Europaparlament fordert Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch und Milch

Das Europaparlament hat am 12. Mai einem Entschließungsantrag zur obligatorischen Herkunftsangabe von Fleisch und Milch mit 422 zu 159 Stimmen (68 Enthaltungen) zugestimmt.

Das EP hatte bereits im Februar 2015 einen Entschließungsantrag verabschiedet, in dem es die Kommission aufforderte, einen Gesetzgebungsentwurf auszuarbeiten. Die obligatorische Kennzeichnung würde dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher in Lebensmittel aufrechtzuerhalten, weil dann die Nahrungsmittel-Lieferkette transparenter werden würde.

Die Kommission hat bis heute allerdings keinen Vorschlag vorgelegt, sondern im Mai 2015 lediglich einen Bericht veröffentlicht. Darin kam sie zu dem Schluss, dass die Verbraucher die Kosten einer zusätzlichen Kennzeichnung nicht tragen würden. Während der Aussprache am Mittwoch unterstrich Kommissar Andriukaitis abermals, dass eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung mit Blick auf die verursachten Kosten unverhältnismäßig wäre und den Binnenmarkt sowie den internationalen Handel beinträchtigen würde.

Den Entschließungsantrag finden Sie hier:

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+MOTION+B8-2016-0545+0+DOC+PDF+V0//DE