31.03.2016

EU-Umweltpolitiker stimmen für obligatorische Herkunftsangabe bestimmter Lebensmittel

Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) hat am 22. März einem Entschließungsantrag zur obligatorischen Herkunftsangabe bei bestimmten Lebensmitteln mit 44 zu 18 Stimmen zugestimmt.

Der Entschließungsantrag nimmt Bezug auf die im Mai 2015 vorgelegten Kommissionsberichte zur obligatorischen Angabe des Ursprungslands oder -orts bei den Produkten Milch (pur oder als Zutat in Milchprodukten) sowie bei anderen Sorten als Rinder-, Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch. Auch bei unverarbeiteten Lebensmitteln soll das Ursprungsland angegeben werden müssen.

In den Entwürfen unterstreicht der ENVI seine Forderung nach verpflichtender Herkunftskennzeichnung, die er bereits im Februar 2015 in einem Entschließungsantrag erhoben hatte. Um das Argument zu hoher Kosten zu entkräften, fordert der ENVI die Kommission nun auf, zwischen stark und gering verarbeiteten Lebensmitteln zu unterscheiden. Für Letztere, darunter Käse und Wurst, sei die Herkunftskennzeichnung viel weniger aufwändig, die Kosten daher deutlich geringer und somit kein valides Argument mehr gegen Herkunftsangaben. Die Abstimmung im Plenum ist für April/Mai 2016 vorgesehen.

Den Entwurf des Entschließungsantrags finden Sie hier:

http://www.emeeting.europarl.europa.eu/committees/agenda/201603/ENVI/ENVI(2016)0321_1/sitt-2201603