28.10.2016

EU legt Paket zur Reform der Unternehmensbesteuerung vor

Die Europäische Kommission hat am 25. Oktober ein Paket zur Reform der Unternehmensbesteuerung vorgelegt. Hauptbestandteil des Pakets ist der Vorschlag für eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB).

Das Paket umfasst zudem einen Vorschlag zur Streitbeilegung in Doppelbesteuerungs-Angelegenheiten und einen Vorschlag zur Bekämpfung von Steuervermeidung durch sogenannte hybride Steuergestaltung.

Zum wesentlichen Bestandteil des Pakets, der GKKB:

Der neue Vorschlag für eine GKKB wird im Unterschied zum vorangegangenen Vorschlag von 2011 eine schrittweise Umsetzung vorsehen. In einem ersten Schritt soll ab dem Jahr 2019 zunächst die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer europaweit vereinheitlicht werden. In einem zweiten Schritt soll dann ab 2021 die Konsolidierung folgen. Gewinne in einem Land können dann mit Verlusten in einem anderen Land verrechnet werden. Während das neue System für multinationale Konzerne mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Mio. Euro verpflichtend sein soll, sollen aller anderen Unternehmen freiwillig wählen können.

Die Körperschaftsteuersätze in der EU sollen weiterhin vom Vorschlag unberührt bleiben. Die EU-Länder können damit auch weiterhin über die Höhe ihres Körperschaftsteuersatzes entscheiden. Die Legislativvorschläge werden nun dem Europäischen Parlament zur Konsultation und dem Rat zur Annahme übermittelt.

Näheres zum Vorschlag für die gemeinsame Steuerbemessungsgrundlage finden Sie auf Englisch hier:

 http://ec.europa.eu/taxation_customs/business/company-tax/common-consolidated-corporate-tax-base-ccctb_de