09.09.2016

Bruegel-Studie: Denkfabrik stellt Kompromissvorschlag zum Brexit vor

Die Brüsseler Denkfabrik Bruegel hat am 29. August ihre Studie "Europe after Brexit: A proposal for a continental partnership" vorgestellt. Das Papier, an dem neben den Bruegel-Forschern auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, und der ehemalige stellvertretende Chef der Bank of England, Paul Tucker, mitgeschrieben haben, wirbt dafür, Großbritannien auch nach dem Brexit-Votum eng an die EU zu binden.

Dies könne im Rahmen einer sogenannten Kontinentalen Partnerschaft (CP) geschehen, so die Autoren. Angesichts der in den nächsten Jahrzehnten zu erwartenden Machtverschiebungen hin zu anderen Kontinenten müsse sich ein Europa der zwei Kreise herausbilden: Ein innerer Kreis mit dem supranational organisierten Europa der Eurozone und der EU-Mitgliedstaaten und ein äußerer Kreis mit einer Reihe europäischer Länder, mit denen intergovernmentale Partnerschaften geschlossen werden müssten.

Zu diesen Partnerschaftsländern könnten neben Großbritannien auch die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen, Island und Liechtenstein), unter bestimmten Bedingungen auch die Schweiz sowie die Länder an der Süd- und Südostgrenze der EU gehören, etwa Marokko, Tunesien, die Türkei und die Ukraine.

Die vollständige Studie finden Sie auf Englisch unter diesem Link:

http://bruegel.org/wp-content/uploads/2016/08/EU-UK-20160829-final-1.pdf