07.04.2016

Wettbewerbsverzerrung vermeiden

Handwerk für Harmonisierung der EU-Mehrwertsteuersätze auf Dienstleistungen

Die EU-Kommission will das europäische Mehrwertsteuer-System reformieren. Das System soll einfacher, sicherer und effizienter werden. Zum von der EU-Kommission vorgelegten Aktionsplan Mehrwertsteuer erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die Überlegung der Kommission, den 28 Mitgliedstaaten bei der Gestaltung der Mehrwertsteuersätze noch mehr Spielraum zu geben, würde den ohnehin schon heterogenen EU-Binnenmarkt weiter fragmentieren.

Vor allem unterschiedliche Mehrwertsteuersätze für vergleichbare arbeitsintensive Dienstleistungen können bereits heute gerade in grenznahen Regionen zu Verzerrungen im Wettbewerb führen. Das Handwerk spricht sich deshalb für eine größtmögliche Harmonisierung der Mehrwertsteuersätze für vergleichbare arbeitsintensive Dienstleistungen im EU-Binnenmarkt aus.

Grundsätzlich ist es richtig, das europäische Mehrwertsteuersystem einfacher und effizienter zu machen. Der EU-Binnenmarkt verlangt nach nachhaltigen Verbesserungen des Systems. Die Vereinheitlichung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern und die Ausweitung des Systems einer einzigen Anlaufstelle für die Erledigung aller Mehrwertsteuer-Anmeldungen, können bestehende Schwierigkeiten beim grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr  reduzieren."