27.10.2016

Mehr Transparenz im Wettbewerb

Handwerk begrüßt einheitliche EU-Regeln zur
Gewinnbesteuerung

Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für einheitliche Regeln zur Besteuerung von Unternehmensgewinnen vorgelegt. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Das deutsche Handwerk begrüßt den Vorschlag für eine über-arbeitete gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB). Unterschiedliche steuerliche Bemessungsgrundlagen bei der Körperschaftsteuer in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten sind nach wie vor eine große Hürde im EU-Binnenmarkt und führen zu erheblichen Befolgungskosten für die Unternehmen. Das Unternehmenssteuerrecht in Europa muss übersichtlicher gestaltet werden, auch um Steuerschlupflöcher abzubauen.

Die EU-Kommission wagt nun einen Schritt hin zu einer stärkeren Harmonisierung des Unternehmenssteuerrechts in Europa. Damit sollte der Steuerwettbewerb transparenter werden. Zudem kann dieser Schritt die Basis für ein europäisches Unternehmenssteuerrecht schaffen, das Personenunternehmen eine bessere und leichtere Teilhabe am europäischen Integrationsprozess ermöglicht.

Aus Sicht des Handwerks ist erfreulich, dass die GKKB für kleine Unternehmen, die nicht grenzüberschreitend tätig, nicht verpflichtend eingeführt werden soll. Die schrittweise Einführung der GKKB ist aus unserer Sicht jedoch nicht optimal. Der vorgeschlagene Mechanismus für einen grenzüberschreitenden Verlustausgleich kann aber helfen, eine Übergangszeit zu überbrücken."