28.01.2016

Mehr Steuergerechtigkeit in der EU

In ihrem Kampf für ein gerechteres System der Unternehmensbesteuerung hat die EU-Kommission heute ein Paket zur Bekämpfung von Steuervermeidung vorgelegt. Die EU will vor allem Teile des internationalen Projekts gegen Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen (Base Erosion and Profit Shifting, BEPS) umsetzen. OECD und G-20 unterstützen dieses Ziel. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Das deutsche Handwerk begrüßt das heute vorgelegte Gesetzespaket zur Bekämpfung von Steuervermeidung. Die darin enthaltenen Richtlinienvorschläge weisen in die richtige Richtung: Steuervermeidung soll erschwert, der automatische Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten verbessert wer-den. Aggressive Steuerplanung international tätiger Konzerne und der damit verbundene schädliche Steuerwettbewerb zwischen Staaten schädigt die Unternehmen, die ihrer Steuerpflicht uneingeschränkt nachkommen. Dieser Trend muss gestoppt werden.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen können dazu beitragen, Steuervermeidung einzuschränken und das System der Unternehmensbesteuerung in der EU gerechter zu machen. Die Steuerpolitik in der EU muss auf einem fairen Wettbewerb beruhen, damit kleinere und mittlere Unternehmen, die vorwiegend national tätig sind, nicht benachteiligt werden."