08.06.2016

Digitale Kompetenzen im Fokus

Die Europäische Kommission hat ihre berufsbildungspolitische Agenda Neue Kompetenzen für Europa (New Skills Agenda for Europe) vorgelegt. Ein wesentliches Ziel: Über eine engere Verzahnung von Arbeitsmarkt und Bildung sollen Wachstum und Beschäftigung in der EU gefördert werden. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die Skills Agenda ist ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, Bildungsgänge europaweit stärker am konkreten Qualifizierungsbedarf der Unternehmen auszurichten. In Deutschland haben wir mit der dualen Ausbildung hierfür bereits ein anerkanntes Erfolgsmodell.

Die Kommission geht zu Recht davon aus, dass digitale Kompetenzen in den nächsten zehn Jahren noch stärker in den Fokus rücken werden. Aus Sicht des Handwerks lassen sich Bildungsgänge durch die Vermittlung digitaler Kompetenzen sinnvoll ergänzen. Hier wird den Bildungs- und Kompetenzzentren des Handwerks, beispielsweise bei der überbetrieblichen Ausbildung, eine zentrale Rolle zukommen.

Richtig ist auch das Anliegen der Kommission, die Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) voranzutreiben, um eine bessere Vergleichbarkeit von Qualifikationen innerhalb Europas zu ermöglichen. Für das Handwerk ist es besonders wichtig, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu stärken. Dafür muss in der EU ein besseres Verständnis für hochwertige berufliche Fortbildungsqualifikationen, wie dem Meister, geschaffen werden. Mit unserer Initiative Höhere Berufsbildung leisten wir aktuell einen eigenständigen Beitrag zur Stärkung der Attraktivität der beruflichen Aus- und Weiterbildung."