17.06.2015

Handwerk begrüßt EU-Aktionsplan zur Unternehmensbesteuerung

Die EU-Kommission hat am 17. Juni ihren Aktionsplan für ein faires System der Konzernbesteuerung in der EU vorgelegt. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Das deutsche Handwerk begrüßt den heute von der EU-Kommission vorgelegten Aktionsplan für ein gerechteres System der Konzernbesteuerung in der EU. Die Steuerpolitik in der EU muss auf einem fairen Wettbewerb fußen und darf grenzüberschreitende Aktivitäten nicht ausbremsen. Ein Steuerwettbewerb nach unten über sogenannte aggressive Steuerplanung verschont internationale Konzerne, die durch Gewinnverlagerung Steuern sparen können, und belastet den national agierenden Mittelstand durch steigende Steuerzahlungen.

Insbesondere unterstützt der ZDH die Bemühung der EU-Kommission, die Arbeit an einer "Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage" (GKKB) voranzubringen. Das Handwerk spricht sich seit langem für die Beseitigung der Hemmnisse bei der Besteuerung der Unternehmen im gemeinsamen Binnenmarkt aus.

Das Unternehmenssteuerrecht in Europa muss übersichtlicher gestaltet werden, auch um Steuerschlupflöcher abzubauen. Eine GKKB würde helfen, den Steuerwettbewerb transparenter zu machen. Zudem sollte sie Basis für ein europäisches Unternehmenssteuerrecht sein, das Personenunternehmen eine bessere und leichtere Teilhabe am europäischen Integrationsprozess ermöglicht."