28.10.2015

EU-Binnenmarktstrategie: Mehr Unterstützung für KMU

Die EU-Kommission hat ihre Binnenmarktstrategie vorgelegt. Ein Maßnahmenkatalog soll dazu beitragen, den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern und Hindernisse im Dienstleistungssektor abzubauen. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):


"Die EU-Kommission kündigt an, bei der Umsetzung der Binnenmarktstrategie die spezifischen Belange kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ausdrücklich zu berücksichtigen. Das Handwerk begrüßt das, denn KMU sind darauf angewiesen, dass Europa ihnen passgenaue Lösungen anbietet. Erst dann können sie ihre Stärken auch im Binnenmarkt entwickeln und zu mehr Wachstum, Arbeitsplätzen und Wohlstand beitragen. 

Eine dieser Stärken ist die Qualität des deutschen dualen Systems. Die hohe Qualifikation der Meisterinnen und Meister im Handwerk ist Voraussetzung für die herausragende Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen und hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, Deutschland vor der hohen Jugendarbeitslosigkeit anderer Länder zu bewahren. Wir warnen eindringlich davor, dieses weltweit bewunderte System zu beschädigen, und setzen auf die Zusage der Kommission, es zu bewahren.

Das Handwerk unterstützt indes das Ziel Bürokratieabbau. So will die EU-Kommission zunächst bestehende Gesetze umsetzen, ehe sie neue schafft. Das ist der richtige Ansatz. Wo immer es möglich ist, sollten Betriebe die Möglichkeit haben, Informationen aus einer Hand zu bekommen. Die dafür benötigten zentralen Anlaufstellen gilt es aufzubauen bzw. zu verbessern. In diesen Punkten kann die Kommission auf unsere Unterstützung zählen."