07.05.2015

EU-Kommission: Strategie zum Digitalen Binnenmarkt

Die EU-Kommission hat heute ihre Strategie für den europäischen Digitalen Binnenmarkt vorgelegt. Breitbandausbau, Datenschutz, Mehrwertsteuer, Online-Handel, e-Government und Fachkräftesicherung sind auch für das Handwerk wichtige Themen.

Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "Die Wachstumspotenziale der Digitalisierung müssen in Europa bestmöglich realisiert werden. Das Handwerk unterstützt dieses in der Strategie formulierte Ziel der EU-Kommission. Denn die Fortschritte bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft entscheiden maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Ein funktionierender Wettbewerb innerhalb eines geeigneten Regelrahmens ist dafür unabdingbar.

Mobilfunkverkehr, e-Vergabe und e-Government vereinfachen nicht nur grenzüberschreitendes Wirtschaften, sondern machen auch Produktions- und Geschäftsprozesse effizienter. Die Digitalisierung bietet großes Wachstumspotenzial - gerade auch für Handwerk und Mittelstand. Ein schnelles Internet bis in die ländlichen Regionen hinein ist die Grundvoraussetzung für Erreichbarkeit sowie den Zugang zu Daten und Informationen. Einfache, klare und praktikable Datenschutzregeln und hohe Datensicherheit fördern den europaweiten Online-Handel oder auch den souveränen Umgang mit computergesteuerter Technik. CNC-Maschinen, intelligente Gebäudesteuerungssysteme oder 3D-Drucker gehören im Handwerk ebenso längst zum Alltag wie die fortlaufende Aneignung digitaler Fähigkeiten, beginnend mit der Ausbildung und orientiert am neuesten Stand der Technik.

Die digitale Vernetzung aller beteiligten Komponenten und Fertigungsebenen im Rahmen der jeweiligen Wertschöpfungsketten kann zudem zu erheblichen Verbesserungen führen - zu mehr Produktivität, mehr Energie- und mehr Ressourceneffizienz.

Wirtschaft 4.0 muss das umfassende Leitmotiv für den Digitalen Binnenmarkt sein. Umgesetzt werden kann es aber nur im Dialog mit den Interessenvertretern und unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips - was die Wirtschaft selbst entscheiden kann, sollte sie auch selbst und eigenverantwortlich entscheiden."