Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)

Der Europäische Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR) ist ein Referenzrahmen, der die verschiedenen Bildungs- und Qualifizierungssysteme in der EU miteinander verknüpfen soll. Auf diese Weise soll ein besseres Verständnis von Bildungsgängen und -abschlüssen aus unterschiedlichen Ländern hergestellt werden, damit sich die Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt, zwischen den verschiedenen Bildungssystemen der EU-Mitgliedstaaten, aber auch die Durchlässigkeit innerhalb der nationalen Bildungssysteme erhöht.

In der Praxis fungiert der EQR als eine Art Übersetzungsinstrument. Dazu untergliedert er sich in acht aufeinander aufbauende Niveaus, wobei 1 das niedrigste und 8 das höchste Niveau bildet. An diese acht europäischen Referenzniveaus werden die Niveaus von sogenannten Nationalen Qualifikationsrahmen gekoppelt, wie sie von über 30 europäischen Staaten erarbeitet wurden bzw. noch werden. Dabei ordnet jedes Land seine schulischen, beruflichen und hochschulischen Abschlüsse selbständig den verschiedenen Niveaus seines Nationalen Rahmens zu. Über die Koppelung der nationalen Niveaus (inkl. der zugeordneten Abschlüsse) an die Referenzniveaus des EQR wird schließlich erkennbar, was eine Qualifikation im europäischen Vergleich "wert" ist.

Mit der Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) im Mai 2013 wurde der EQR in Deutschland formal umgesetzt. Seit 2014 werden in Deutschland die entsprechenden Niveaus des EQR auch auf Zeugnissen aufgeführt.

Weitere Informationen zu EQR und DQR unter:
https://www.dqr.de/

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