Ausbildung für behinderte Menschen

Grundlagen

In der Handwerksordnung (§§ 42k ff.) und im Berufsbildungsgesetz (§§64 ff.) ist geregelt wie die Ausbildung behinderter Menschen umgesetzt werden soll. Das neunte Gesetzbuch (§ 2 Abs. 1 Satz 1) definiert den Begriff Behinderung.

Die Ausbildung erfolgt in:

  1. anerkannten Ausbildungsberufen,
  2. unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse behinderter Menschen in der Prüfungsordnung (HWO § 38) und bei der Überwachung der Berufsausbildung (HWO § 41). Dies gilt insbesondere für die zeitliche und sachliche Gliederung der Ausbildung, die Dauer von Prüfungszeiten, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfsleistungen Dritter, wie Gebärdendolmetscher für hörbehinderte Menschen.
  3. Nach Ausbildungsregelungen entsprechend den Empfehlungen des Hauptausschusse des Bundesinstitutes für Berufsbildung, die auf Antrag der behinderten Menschen oder ihrer gesetzlichen Vertreter bei der Handwerkskammer getroffen werden. Vorgesehen sind diese Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen, für die wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung, eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommen

     

Das Handwerk hat sich hierzu positioniert: Inklusion durch Ausbildung im Handwerk

    

Ausbildung in Fachpraktiker-Berufen

Ist eine Ausbildung behinderter Menschen nicht in anerkannten Ausbildungsberufen möglich, konzipieren die Handwerkskammern als gesetzlich zuständige Stelle Fachpraktiker-Ausbildungsregelungen entsprechend der Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstitutes für Berufsbildung. Die Inhalte der Ausbildungsregelungen basieren auf der Ausbildungsordnung eines Ausbildungsberufes und sind so ausgelegt, dass sie bei Fortsetzung der Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen angerechnet werden können. Die Beantragung durch den Menschen mit Behinderung oder seinen gesetzlichen Vertreter erfolgt bei der Handwerkskammer.

Grundlagen für die Erstellung von Fachpraktiker-Ausbildungsregelungen

1. Rahmenrichtlinie

Das Gesetz sieht vor, dass die Ausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderung nach bundeseinheitlichen Richtlinien und Standards erfolgt. Solche Regelungen sollen nach Empfehlungen des Hauptausschusses des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) zu gestalten (§ 66 BBiG; § 42m HWO).

Der Hauptausschuss des BIBB hat dazu im Juni 2006 die Rahmenrichtlinien beschlossen und im Dezember 2009 aktualisiert.

2.   Erarbeitung von Rahmenlehrplänen für die Berufsschule

Das Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der BRD hat eine Handreichung für die Erarbeitung von Lehrplänen für lernbeeinträchtigte Menschen verabschiedet.

3.    Ausbildungsregelungen der Handwerkskammer und bundeseinheitliche Empfehlungen

Auf der Basis der Rahmenrichtlinie sind mehrere bundeseinheitliche Empfehlungen zu Ausbildungsregelungen erarbeitet worden.

Fachpraktiker/in für Buchbinderei

Auf der Basis der Rahmenrichtlinie für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen sind die Ausbildungsregelungen zum/zur Fachpraktiker/-in für Buchbinderei (Handwerk) und zum/zur Fachpraktiker/in für Medientechnologie …
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Fachpraktiker/in für Bürokommunikation

Musterregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im Bereich Büro
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Fachpraktiker/in für Holzverarbeitung

Musterregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im Bereich Holz
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Fachpraktiker/in für Metallbau

Musterregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im Bereich Metall
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Fachpraktiker/in im Verkauf

Musterregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im Bereich Verkauf
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Fachpraktiker/in für Zerspanungsmechanik

Musterregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen im Bereich Zerspanungsmechanik
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Ausbildungsregelungen der Handwerksammern im Überblick

   

 

 


Ihre Ansprechpartnerin

Marina Kronemann
Berufliche Bildung
Tel. :030 20619-311
Fax: 030 2061959-311
kronemann(at)zdh.de

Inklusion und Arbeitsmarkt

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Westdeutscher Handwerkskammertag - Wissenstransfer

App für Betriebsinhaber/innen und Personalentscheider/innen

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Ausschuss für behinderte Menschen (AFbM)

Der AFbM berät das Bundesinstitut für Berufsbildung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung behinderter Menschen.

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