Sächsische Gesellen besonders leistungsstark

Ergebnisse des Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend 2002    
 
Berlin/Leipzig, 28. November 2002 - Das Handwerk hat seine besten Nachwuchskräfte im Jahr 2002 im Rahmen des 51. Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend (PLW) ermittelt. 
 
Dabei haben sich die jungen Gesellen aus Sachsen als besonders leistungsstark erwiesen: Zwölfmal landeten Teilnehmer aus Sachsen auf dem ersten Rang, sechsmal auf dem zweiten und fünfmal auf dem dritten Platz des bundesweiten Wettbewerbs. Die sächsischen Teilnehmer haben mit ihrem guten Abschneiden bewiesen, dass dieses Bundesland mit seiner langen Handwerkstradition zu den stärksten Regionen des Wirtschaftszweiges gezählt werden muss. Insgesamt haben 279 junge Handwerker, darunter 95 Frauen, einen der begehrten Plätze in den drei Siegerkategorien ereicht, davon 119 als 1. Bundessieger, 87 als 2. Bundessieger und 73 als 3. Bundessieger.

Gastgeber der Schlussfeier ist Leipzig, wo am Samstag, 30. November 2002, um 11 Uhr im Gewandhaus die Ersten Bundessieger/innen durch den Sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt und Handwerkspräsident Dieter Philipp geehrt werden.

An den bundesweiten Endausscheidungen des PLW  den Deutschen Meisterschaften junger Gesellen/innen  haben sich 889 Landessieger in ihrem fachlichen Können gemessen. In 120 Berufen stellten sie ihre Gesellenstücke bzw. Arbeitsproben zur Bewertung durch eine Jury - unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Insgesamt beteiligten sich mehrere Tausend Handwerker/innen bis 23 Jahre auf Kammerebene, Landesebene und Bundesebene am PLW 2002. Träger des Wettbewerbs sind der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk.

Besonders hervorzuheben ist das erfolgreiche Abschneiden der Junghandwerkerinnen. Sie stellen 45 Mal 1. Bundessiegerinnen, 26 Mal 2. und 24 Mal 3. Bundessiegerinnen. Die Erfolgsquote der Damen liegt somit bei etwa 30 Prozent. Sieübersteigt damit den Anteil der weiblicher Lehrlinge im Handwerk von derzeit 22 Prozent deutlich.

Die jungen Damen setzen außerdem die erfreuliche Entwicklung fort, ihren männlichen Kollegen in immer mehr Berufen Konkurrenz zu machen. Besonders erfolgreich waren beispielsweise die 1. Bundessiegerinnen in den Berufen Automobilkaufmann, Drechsler, Bäcker, Glaser, Holzbildhauer, Modellbauer, Orthopädiemechaniker, Orthopädieschuhmacher, Schilder- und Lichtreklamehersteller. 2. Bundessiegerinnen kommen zusätzlich aus den Berufen Hörgeräteakustiker, Schuhmacher, Zahntechniker und eine 3. Bundessiegerin aus dem Beruf Dreher.

Wettbewerb "Die gute Form im Handwerk - Handwerker gestalten" 2002

Mit dem Gestaltungswettbewerb "Die Gute Form im Handwerk" sollen schöpferische Phantasie und Ästhetik bereits in der Ausbildung nachhaltig gefördert werden. Ein weiteres Ziel ist es, eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung von Formengebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam zu machen. Die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen bundesweiten Wettbewerbs werden ebenfalls am 30. November 2002 im Leipziger Gewandhaus ausgezeichnet.

Die Bundesentscheide des 14. Wettbewerbs "Die gute Form im Handwerk" standen wieder einmal im Zeichen einer starken Beteiligung der jungen Frauen. Insgesamt qualifizierten sich in diesem Jahr vierzig Teilnehmer als Preisträger; davon neunzehn 1. Preisträger, zwölf 2. Preisträger und neun 3. Preisträger. Die jungen Frauen sind dabei mit dreißig Auszeichnungen vertreten, darunter dreizehn 1. Preisträgerinnen.

In den folgenden 19 Wettbewerbsberufen fanden Ausscheidungen auf Bundesebene statt:

Augenoptiker
Konditor
Buchbinder
Kürschner
Damenschneider
Maler
Flexograf
Metallbauer/Metallgestaltung
Glaser
Modist
Glas- und Porzellanmaler
Siebdrucker
Goldschmied
Steinbildhauer
Herrenschneider
Tischler
Holzbildhauer
Vergolder
Keramiker