Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Zentralverband des
Deutschen Handwerks

Handwerks-Expertise für internationale Projekte

Die internationale Projektarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit bietet Handwerkerinnen und Handwerkern vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten und interessante Einsatzfelder.
Ingenieur zeugt einem Auszubildenden die Funktionsweise einer Fräsmaschine

Um internationale Projekte durchführen zu können, wurden neue Programme und Kapazitäten aufgebaut.

Neue Kurse für die internationale Projektarbeit

Die deutsche Gesellen- und Meisterausbildung genießt im Ausland einen hervorragenden Ruf. Deutsches Know-how wird daher geschätzt und nachgefragt – vor allem wenn es um Berufsausbildung, Beratung und praktische Problemlösungen geht.

Somit bieten sich Handwerkern und Handwerkerinnen mit fachlicher und internationaler Expertise vielfältige, interessante Einsatzfelder in der Entwicklungszusammenarbeit und der internationalen Projektarbeit.

Um aber die Herausforderungen in verschiedensten Ländern und Arbeitsumgebungen zu meistern, sollten sie gut vorbereitet in die Einsätze gehen.

    Das Video zum Internationalen Meister

    Mit dem Anklicken bauen sie eine Verbindung zu den Servern des Dienstes YouTube auf und das Video wird abgespielt. Datenschutzhinweise dazu in unserer Datenschutzerklärung.

    Dafür bieten die Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main, die Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg sowie die Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg mehrmonatige berufsbegleitende Fortbildungskurse an.

    Die Kurse vermitteln Kompetenzen in folgenden Themenfeldern:

    • Interkulturelle Kompetenz
    • Internationales Projektmanagement
    • Berufs- und Ausbildungssysteme weltweit
    • Unternehmensgründungswissen und Außenwirtschaft
    • Arbeiten und Leben in fragilen Staaten

    Die Fortbildungen umfassen bei allen drei Anbietern rund 200 Unterrichtseinheiten und finden an Wochenenden über einen Zeitraum von 6-12 Monaten statt. Zentraler Bestandteil ist ein mindestens einwöchiger Ersteinsatz in einem Entwicklungs- oder Schwellenland. So können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort persönlich ein Bild von der Arbeit im Ausland verschaffen und aktiv in einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit mitwirken.

    Viele Absolventinnen und Absolventen früherer Kurse sind inzwischen in zahlreichen Einsätzen für verschiedene Entwicklungsorganisationen und auch in den internationalen Projekten des ZDH weltweit tätig. Sie arbeiten mit Handwerksorganisationen und Durchführungsorganisationen (GIZ, sequa) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf mehreren Kontinenten vor allem in der beruflichen Qualifizierung in Bildungszentren sowie in der Unterstützung von Handwerksunternehmen.

    Handwerker ohne Grenzen startet in Afrika

    Handwerker ohne Grenzen ist ein Pilotprojekt, initiiert durch die Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main gemeinsam mit ihren französischen Partner-Organisationen des Handwerks sowie der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

    Das Projekt möchte einen Beitrag leisten, um weltweit mehr soziale Gerechtigkeit zu erreichen.

    Dabei werden aktuell Strukturen des Handwerks im frankophonen Afrika unterstützt. In der Zukunft soll dieses Projekt auch auf andere Regionen sowie weitere Geberländer ausgeweitet werden.

    Zum Einsatz kommen bereits deutsch-französische Tandems, um das technische Know-How und die Wettbewerbsfähigkeit von Handwerkern und Handwerkerinnen in Tunesien, Senegal, Togo und Madagaskar zu verbessern.

    Voraussetzung für die Mitwirkung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem der drei Fortbildungskurse für die Internationale Projektarbeit (in Arnsberg, Augsburg, Frankfurt).

    Ansprechpartnerin in der HWK Frankfurt-Rhein-Main ist Nicki Melcher
    Telefon: +49 69 97172 494 oder E-Mail handwerker-ohne-grenzen(at)hwk-rhein-main(dot)de

    Senior-Experte/in (SES)

    Mit über 12.000 Fachleuten aus 50 Branchen ist der Senior Experte/in Service (SES) eine der größten Organisationen im Bereich der ehrenamtlichen Weitergabe von Fachwissen und Berufserfahrung.

    Dabei haben pensionierte Fachkräfte aus dem Handwerk weltweit eine besonders hohe Wertschätzung, durch ihre technische Fachkompetenz, praktische Orientierung sowie das Unternehmerwissen.

    Am stärksten nachgefragt werden Kompetenzen aus der Nahrungsmittelverarbeitung, dem Baugewerbe, der Holzverarbeitung, dem Bereich der Kälte-, Klima- und Industrie-Anlagen sowie der Erneuerbaren Energien.

    SES: Weltdienst 30+

    Als Ergänzung zu dem klassischen Angebot für Entwicklungs- und Schwellenländer wurde vom SES das Programm Weltdienst 30+ entwickelt. Es richtet sich speziell an Fach- und Führungskräfte aller Branchen mit mindestens achtjähriger Berufserfahrung.

    Mit dem Weltdienst 30+ ermöglicht die Entsendeorganisation nun auch jüngeren Berufstätigen ab 30 Jahren einen intensiven Auslandsaufenthalt und fördert damit gezielt das ehrenamtliche Engagement der mittleren Generation in der Entwicklungszusammenarbeit.

    Unterstützung erhalten die Programme des SES durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

    Alle Projekte werden gefördert und umgesetzt

     

    Schlagworte