Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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08.09.2021

Russland: Gute Marktchancen für deutsche Produkte im Hochbau

Für deutsche Firmen eröffnen sich im russischen Hochbau in mehreren Segmenten gute Geschäftschancen.
Moskau Skyline and Hochhäuser im Sonnenuntergang

Deutsche Beratungs- und Architekturfirmen haben als Planer oder Entwickler bei technisch anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Projekten gute Chancen. Unter anderem auch im Luxussegment, wo im Ausland produzierte Materialien wie Laminat, Fassadendekorationen oder Keramikfliesen hoch im Kurs stehen. Jedoch werden nur etwa 5 bis 7 Prozent der Baustoffe aus dem Ausland importiert, der Großteil der Einfuhren kommt aus China.

Die Coronapandemie hat der Nachfrage nach energieeffizienten Gewerbeimmobilien und Büros neuen Schwung verliehen. Im Jahr 2020 stieg die Anzahl der landesweit nach den grünen Standards BREEAM, LEED oder DGNB zertifizierten Gebäude im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 177. Der Fokus liegt auf Wärmedämmung und der Senkung des Stromverbrauchs. Den Bau von Einfamilienhäusern aus Holz unterstützt die Regierung mit einem speziellen Hypothekenförderprogramm. Geschäftschancen ergeben sich hierbei für deutsche Firmen, die Holzhäuser in Blockbauweise schnell und kostengünstig errichten können.

Spezialfirmen haben gute Chancen bei Restaurierungsprojekten. Bei der Sanierung historischer Gebäude ist Expertise aus Deutschland stark gefragt. Die Russische Eisenbahn (RZD) will beim Bau ihrer neuen Firmenzentrale den historischen Charakter des Rigaer Bahnhofs in Moskau erhalten. In die Sanierung des Puschkin-Museums in Moskau fließen bis 2027 rund 37 Millionen Euro. Im Gebiet Kaliningrad werden Gebäude aus der Vorkriegszeit restauriert, darunter das Gebäude der ehemaligen Brauerei Ponart, bei Neman die Ruinen der Burg Ragnit sowie in Schelesnodoroschnij eine Mühle aus dem Jahr 1909.

Auskünfte zu Geschäftschancen erteilt:
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
Vertretung in Deutschland
Tel.: 030-23579020
E-Mail: schoene(at)deinternational(dot)ru
www.ussland.ahk.de

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 23 vom 8. Juni 2021

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