Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Zentralverband des
Deutschen Handwerks
30.06.2021

Rumänien: Deutschland ist wichtigster Handelspartner

Rumäniens Wirtschaft wächst nach dem Corona-Jahr 2020 wieder dynamisch.

Für 2021 rechnet die Europäische Kommission mit einem Plus des BIP von real 3,8 %, nach einem Einbruch der Wirtschaft im Vorjahr um rund 4 %. Damit lag der Rezessionseinbruch unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 6,3 %.

Die rumänischen Unternehmen entwickeln sich weiter und etablieren sich in höheren Wertschöpfungsketten. Das macht sie attraktiv für Investoren, besonders auch weil Rumänien in den kommenden sieben Jahren rund 80 Mrd. EUR Fördermittel und Wiederaufbauhilfen der EU erhalten kann. Rund 75 % der Industrieproduktion gehen in den Export. 2020 wurden hauptsächlich Waren und Vorprodukte nach Deutschland (23 % Anteil an der Gesamtausfuhr), Italien (10,8 %) und Frankreich (6,7 %) geliefert. Knapp die Hälfte der Exportprodukte Rumäniens sind Autos, Maschinen und Geräte. Von Bedeutung sind außerdem Produkte aus Eisen, Gusseisen und Stahl sowie Software, Kraftstoffe, Reifen, Möbel und Tabak.

Auch als Standort für Hochtechnologie hat Rumänien an Bedeutung gewonnen. Stärker als seine Nachbarn Serbien und Bulgarien entwickelt sich das Land zum Anbieter von hochwertigen IT- und Software-Dienstleistungen jenseits von Outsourcing. In der Automobilindustrie bauen deutsche Zulieferer ihre Produktion aus und investieren in Forschung- und Entwicklungszentren. Dabei profitieren sie von großzügigen steuerlichen Anreizen.

Die im landesweiten Vergleich am besten ausgebildeten Fachkräfte leben in der Region der Hauptstadt Bukarest. Dort werden auch über die Hälfte der ausländischen Direktinvestitionen getätigt.

Kontakt:
Deutsch- Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien)

Quellen: Märkte der Welt Nr. 20 vom 20. Mai 2021;
                  Nachrichten für Außenhandel Nr. 94 vom 19. Mai 2021