Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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18.03.2021

Italien: Attraktivität der Toskana als Industriestandort steigt

Viele Konzerne steuern wichtige Unternehmensbereiche global von der Toskana aus.
Italienische Handtaschen

Die Toskana ist mehr als eine Kultur- und Tourismushochburg. Mit rund 120 Mrd. EUR erwirtschaftet die Region etwa 6,6 % des italienischen Inlandsproduktes. Die verarbeitende Industrie ist schwerpunktmäßig mit dem Mode- und Ledergewerbe, der Life Science-Industrie und der Digitalwirtschaft vertreten. Daneben gibt es die Informations- und Telekommunikations-technologie, den Yachtbau, die Agrar- und Ernährungswirtschaft, das Transportwesen und die Mobilität. Als Absatzmarkt spielt die Toskana eine zunehmend wichtige Rolle. Mehr Direktinvestitionen zieht in Italien nur die Lombardei an. Selbst im Jahr der Corona-Pandemie 2020 investierten aus-ländische Firmen in der Toskana rund 1,4 Mrd. EUR in 69 Projekte. Etwa 15 % der Direktinvestitionen fließen in die verarbeitende Industrie.

Deutsche Produkte sind in der Toskana gefragt. 72 deutsche Tochtergesellschaften setzten 2020 etwa 1,7 Mrd. EUR um und beschäftigten rund 6.000 Mitarbeiter. In den ersten drei Quartalen 2020 importierte die Region aus Deutschland Waren im Wert von rund 2 Mrd. EUR, 3,5 % mehr als im Vorjahr. Deutschland ist hinter den USA das zweitwichtigste Lieferland: Pharmazeutika, Maschinen, Kfz, Nichteisenmetalle, Kunststoffe, Erze und Elektrotechnik sind die wichtigsten Güter.

Internationale Firmen setzen zunehmend auf die Innovationskraft der zahlreichen kleinen hochspezialisierten Firmen der Toskana als auch der renommierten Hochschulen und Forschungsinstitute mit ihren Spin-Offs. Viele Konzerne steuern wichtige Unternehmensbereiche global von der Toskana aus.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 21 vom 2. Februar 2021

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