Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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07.01.2021

Großbritannien: Berücksichtigung von Klimarisiken

Ab 2021 müssen viele britische Unternehmen und Fonds öffentlich machen, wie sich ihre Vermögenswerte und Einheiten auf die globale Erwärmung auswirken.

In Großbritannien werden sich die großen Unternehmen und der Finanzsektor des Landes stärker mit dem Klimawandel auseinandersetzen: Ab diesem Jahr müssen viele britische Unternehmen und Fonds über die TCFD-Berichterstattung öffentlich machen, wie sich ihre Vermögenswerte und Einheiten auf die globale Erwärmung auswirken und von ihr beeinflusst werden. Die Offenlegung der qualitativen Angaben soll Unternehmen dazu bringen, Klimarisiken in ihre Finanzzahlen einzubeziehen.

Während große Konzerne die Vorgaben zur Berichterstattung bereits in diesem Jahr befolgen müssen, haben kleinere Unternehmen bis zu fünf Jahre Zeit. Bis 2022 erwartet die britische Regierung eine Klimarisikobericht-erstattung aller am Hauptmarkt der Londoner Börse notierten Firmen.

Die potenziellen Auswirkungen und Kosten des Klimawandels sind komplex und sehr schwer abzuschätzen. Die TCFD-Berichterstattung soll Klarheit über Risiken auch außerhalb offensichtlicher Problemsektoren wie Öl und Gas bringen. Als Konsequenz könnten britische Unternehmen möglicherweise zukunftssicherer aussehen als andere Unternehmen und sie veranlassen, frühzeitig entsprechende Anpassungen in ihren BiIanzen in Form von Abschreibungen oder Rückstellungen vorzunehmen.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 226 vom 20. November 2020

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