Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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01.11.2020

Vietnam: Gute Marktchancen für dt. Firmen bei Windkraftprojekten

Mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how haben deutsche Unternehmen bei der Umsetzung von Windkraftprojekten in Vietnam gute Marktchancen.

In Vietnam haben in- und ausländische Projektentwickler Windkraft als rentables Investitionsvehikel entdeckt. Eine Vielzahl an Windparks geht in die Bauphase. Bis Mitte 2020 wurden insgesamt 91 Neuprojekte mit einer Gesamtkapazität von knapp 7.000 Megawatt in die aktuelle Energieplanung aufgenommen.

Die Entwicklung von Windkraftprojekten befindet sich weitestgehend in lokaler Hand. Große vietnamesische Immobilien- und Bauunternehmungen expandieren in den Bereich der erneuerbaren Energien. Aber auch ausländische Investoren und Projektentwickler, insbesondere aus Thailand, den Philippinen, Korea, Singapur oder Indien, drängen in den Markt und planen den Ausbau von Großwindprojekten.

Deutsche Unternehmer haben über die gesamte Wertschöpfungskette verteilt gute Marktchancen. Gerade lokalen Entwicklern mangelt es an Erfahrung und Know-how bei der Umsetzung von Windkraftprojekten. Zudem existiert kaum nennenswerte Eigenproduktion von komplexeren Windkraftkomponenten. Vietnam ist für die Technologie und Ausstattung sowie die Projektentwicklung inklusive der erforderlichen Beratungs- und Ingenieursleistungen in weiten Teilen auf ausländische Anbieter angewiesen. Im Markt gut vertreten sind wichtige deutsche Unternehmen und Turbinenhersteller wie Enercon und Siemens Gamesa.

Vietnamesische Käufer erwarten von Zulieferern schnelle Leistung und guten Service. Oft wünschen sie sich zudem, dass Lieferanten Finanzierungen mitbringen. Deutsche Exportversicherer wie Euler-Hermes-Versicherungen, aber auch die KfW oder deutsche Banken im Land unterstützen Unternehmen bei der Exportfinanzierung. Die LBBW ist in Vietnam sehr aktiv und ist 2020 in Zusammenarbeit mit dem dänischen Exportkreditversicherer EKF sowie Euler Hermes bereits an der Finanzierung von knapp 500 Megawatt Windkraft beteiligt.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 194 vom 7. Oktober 2020

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