Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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23.02.2020

Turkmenistan: Wachsender Textilsektor sucht Kooperationspartner

Die Regierung Turkmenistans hat im letzten Jahr erste Reformen in der Textilindustrie auf den Weg gebracht, mit Schwerpunkt Privatisierung von Unternehmen und Gewinnung ausländischer Investoren.

Turkmenistans Textil- und Bekleidungsindustrie zählt zu den perspektivreichen Wirtschaftssektoren des Landes. Unter allen Baumwollproduzenten belegt das Land weltweit den elften Rang. Bis 2025 sollen etwa 380 Mio. USD in den Ausbau und die Erneuerung der Textilbranche in 60 Einzelvorhaben fließen. Die Regierung hat im letzten Jahr erste Reformen in der Textilindustrie auf den Weg gebracht, mit Schwerpunkt auf die Privatisierung von Branchenunternehmen, die Gewinnung von ausländischen Investoren für neue Projekte und eine gezielte Außenhandelsförderung. Von den für eine Entstaatlichung vorgesehenen 29 Textilbetrieben des Ministeriums für Textilindustrie wurden bisher 18 Unternehmen privatisiert.

Trotz der eingeleiteten Maßnahmen für eine Verbesserung der unternehmerischen Rahmenbedingungen bleibt das geschäftliche Umfeld in der Branche schwierig. Infolge des weiterhin hohen staatlichen Dirigismus sind ausländische Direktinvestitionen mit erheblichen Risiken behaftet. Reine Ausrüstungslieferungen nach Turkmenistan können sich aber durchaus lohnen. Von den bis 2025 vom Ministerium für Textilindustrie geplanten Modernisierungs- und Ausbauinvestitionen sollen vier Fünftel über Kredite ausländischer und turkmenischer Banken finanziert werden. Wenn Exporteure frühzeitig Beratungsangebote der Commerzbank und der Deutschen Bank nutzen, lassen sich trotz Devisenknappheit im Land solide, projektbezogene Exportfinanzierungen darstellen.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 51 vom 17. Dezember 2019

Kontakt

Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien (AHK)
Tel.: +993-65-63-9900
E-Mail: ahkaschg(at)gmail.com
www.zentralasien.ahk.de

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