Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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31.10.2021

Südafrika: Internationale Beteiligungsmöglichkeiten im Bau

Südafrikas Regierung treibt große Infrastrukturprojekte weiter voran.
Arbeiter auf Baustelle in Südafrika

Die Zahl der Genehmigungen im Gebäudebau ist in Südafrika im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 74 % gestiegen. Die stärkste Aktivität verzeichnet dabei der Wohnungsbau mit einem Plus von 92 %. Im Gewerbebau hat sich die Zahl der Baugenehmigungen im selben Zeitraum um knapp 50 % erhöht. Die Bauwirtschaft ist einer der zentralen Träger bei der Wiederankurbelung der Konjunktur nach der Coronakrise. Reformen in den Bereichen Energie und Transport schaffen Anreize für zusätzliche Investitionen. Im Schienengüterverkehr wird der Weg für Drittanbieter freigemacht. Die Nationale Straßenagentur Sanral hat ein umfangreiches Straßenbauprogramm aufgesetzt. Bergwerke holen in den letzten Jahren vernachlässigte Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten nach.

Der Infrastructure Investment Plan von Mai 2020 plant in den kommenden Jahren insgesamt 276 Vorhaben mit einem geschätzten Investitionswert von 124 Mrd. Euro. Er beinhaltet die Anlage neuer Wohngebiete, allein 71 Projekte gibt es in diesem Bereich. Es folgen die Sparten Transport mit 64 Vorhaben, Landwirtschaft mit 54, Wasser und Abwasser mit 42 sowie Energie mit 25 Projekten. Zur Durchführung dieser Vorhaben hat das Kabinett eine spezielle Agentur gegründet, die Infrastructure South Africa (ISA), die Kontakte zu potenziellen Investoren knüpft und pflegt.

Es entstehen somit zahlreiche Ansätze zur internationalen Beteiligung von der Planung innovativer Siedlungskonzepte bis zur Technologie-Zulieferung. Zu den vorrangig umzusetzenden Projekten gehören mehrere große städtebauliche Vorhaben. Diese unter Strategic Integrated Project 24 zusammengefassten Bauprogramme zielen vor allem auf die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. Sie schließen aber zum Teil auch Wirtschafts- und Geschäftsbauten ein sowie die Anlagen zur Ver- und Entsorgung, etwa im Projekt Cornubia bei Durban.

Kontakt:
Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

Quelle: Märkte der Welt Nr. 39 vom 30. September 2021

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